Tommi kauft ein Galaxy Nexus, Tag 1

Alter Schwede. Aber von Anfang.

Der Impuls

Gestern kam es über mich, und ich konnte mich nicht mehr bremsen: nach einem Monat eiserner Selbstbeherrschung hab ich recht spontan bei Amazon das Galaxy Nexus bestellt. Aktueller Preis 499 Euro. Bestellt, zack, bäng, heute um 11.30 klingelt mein Freund der Paketbote und bringt frohe Ware. Wow, Amazon ist schnell.

Heute Zeit gelassen beim Auspacken, erstmal eine Stunde liegenlassen, was anderes machen. Dann aber doch: gucke muß. Erster Eindruck: der will irgendwas laden, kann aber nicht. Ja klar, muß erst Sim-Karte rein.

Anfassen

Wow watten Display. Grellbunt, autsch. Typischer Wide-Gamut-Bildschirm. Aber egal. Ruckizucki eingerichtet - Android Market ist cool. Den Großteil der aufm Milestone installiert gewesenen Apps lädt er automatisch runter. Schön das.

Hm, hätte mir das Ding größer vorgestellt, obwohl ich es im Geschäft schon in der Hand hatte. Erster Eindruck wenig spektakulär. Ice Cream Sandwich, ja. Aber Android halt. Die Sachen sind mehr oder weniger da, wo man sie erwartet. Wenn man schon mit Honeycomb und auch dem Galaxy beim Saturn rumgegrabbelt hat, kennt man das Meiste grob.

Johannes kurz drauf rumprobieren lassen, auch die Anja. Versuche stolzgeschwellte Brust nicht zu sehr zu zeigen. Den beiden scheint es zu gefallen. Johannes kennt das Galaxy S2 von seiner Freundin, kennt sich gleich aus. Anja sagt: das ist groß. Aber auch: schön flach. Beiden scheint es zu gefallen. Freu mich leise in mich hinein.

Jetzt aber ans Eingemachte

Musiktest. Ou. Gefühlt erstmal wesentlich schlechter als das Milestone. Was ist das? Am EQ schrauben, A/B Test, noch mehr am EQ schrauben: Entwarnung. Klingt anders, ein wenig flacher, dafür aber breitere Klangfläche. Nicht wesentlich schlechter. Puuh.

Dann erstmal liegen lassen, Joggen gehn. Nun reizt es aber doch: Mail einrichten, Website-Bookmarks, die üblichen Apps einrichten. Akku scheint schnell leerzugehen. Glaub ich nicht - erstmal paarmal aufladen und verbrauchen, dann reden wir weiter.

Nachdem der große Flash am Anfang ausgeblieben war, kommt er jetzt: meine Herrn, wie viel Liebe zum Detail. Der Leistungssprung von einem Singlecore-Telefon der zweiten Generation zu einem Dual-Core Boliden der ca. fünften Android-Flaggschiff-Generation zudem mit dem für gute Performance bekannten Ice Cream Sandwich ist schon gewaltig.

Das zuppt und fluppt und swooscht und slidet alles so wunderbar. Der neue Taskswitcher ist der Wahnsinn und seine extra virtuelle Taste wahrhaft wert. Die Menütaste ist gar nicht weg, so ein Quatsch. Wenn eine App diese noch nicht nach den ICS-Design-Guidelines irgendwo in der oberen oder unteren Leiste platziert, erscheinen die drei kleinen Punkte (auch die sind wohl von iOS geklaut) rechts unten neben den drei anderen virtuellen Tasten. Alles wird schön.

Take Off

Die Welle überrollt mich: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Ich werfe mich nieder vor Matias Duarte. Wie viel Liebe die UI bekommen hat, sieht man an jeder Ecke. Wirklich an jeder. Texteingabe geht natürlich auch wegen des breiteren und größeren Bildschirms auf einmal richtig schnell und fast fehlerfrei. Ich hebe ab. Von links nach rechts, kreuz und quer durch die Apps und immer weiß man, wo man ist. Wow. Wow. Wowwowwow.

Schluß für heute, mal gucken, ob morgen der Gadget-Kater kommt.